Desaster in Bergamo: Dortmund scheitert dramatisch in der 90.+8 nach späten Elfmeter
Borussia Dortmund ist nach einer 1: 4-Niederlage bei Atalanta Bergamo in der Zwischenrunde der Champions League ausgeschieden. Dortmund verlor das Rückspiel in Bergamo durch einen Elfmeter in der 8. Minute der Nachspielzeit und verspielte damit das 2: 0 aus dem Hinspiel; dadurch gehen den Schwarz-Gelben rund 11 Mio. Euro Prämie durch die Lappen.
Dortmunds Ausscheiden: Der späte Wendepunkt
In der 90. +8. Minute leitete ein langer Ball das Drama ein: Torhüter Gregor Kobel lief den Ball ab und spielte ihn, ohne Not, in die Füße eines Italieners. Der Spieler hob die Kugel in den Strafraum, Bensebaini klärte mit der Hacke und traf dabei Atalantas Krstovic im Gesicht. Krstovic, ein Montenegriner, blutete heftig am Kopf und musste medizinisch von Ärzten betreut werden.
Der Schiedsrichter José María Sánchez Martínez (Spanien) wurde vom Video-Assistenten an die Seitenlinie geschickt. Nach Ansicht der Bilder entschied er auf Elfmetertor und verteilte Gelb-Rot an Bensebaini. Zuvor hatte er Schlotterbeck und Scalvini auf der Bank mit Rot belegt. Der Ex-Herthaner Samardzic, geboren in Berlin, trat zum Strafstoß an, blieb cool und nagelte die Kugel rechts oben ins Tor – 4: 1 für Bergamo (90. +8) und das Aus für Dortmund.
Wie sich das Spiel in Bergamo entwickelte
- 5. Minute: Ryerson und Startelf-Rückkehrer Can werden auf rechts überspielt. Bensebaini verlängert die Hereingabe unglücklich an Svensson vorbei; Scamacca macht eiskalt das 0: 1.
- 45. Minute: Kobel faustet eine Flanke weg; Zappacosta kommt aus 18 Metern an den Ball und zieht ab. Bensebaini wirft sich in den Schuss und fälscht den Ball mit dem Oberschenkel ins eigene Tor zum 0: 2.
- 54. Minute: Beier trifft den Pfosten – eine mögliche Wende bleibt aus.
- 57. Minute: De Roon flankt von links; Pasalic am zweiten Pfosten unbedrängt – 3: 0 für Atalanta. Zu diesem Zeitpunkt war Dortmund faktisch ausgeschieden.
- 60. Minute: Silva und Chukwuemeka kommen für Beier und Brandt. Die Wechsel zeigen Wirkung.
- 70. Minute: Adeyemi und Couto ersetzen Bellingham und Ryerson.
- 75. Minute: Chukwuemeka legt auf Adeyemi ab, der von rechts nach innen zieht und zum 1: 3 trifft – genug für die Hoffnung auf Verlängerung, aber nur bis zur Nachspielzeit.
Schlüsselszenen, Disziplin und medizinische Versorgung
Die Entscheidung in der Schlussphase wird das Spiel dominieren: Kobels Fehlpass, die hackenklärung von Bensebaini, der mit dem Gegner kollidierte, das blutende Krstovic und das Einspringen des Video-Assistenten führten letztlich zur Elfmeter-Entscheidung. Während die Szene für anhaltende Diskussionen sorgen wird, ist festgehalten: Krstovic lag blutend am Boden und wurde medizinisch behandelt; der Schiedsrichter zeigte Gelb-Rot gegen Bensebaini sowie bereits zuvor zwei Platzverweise auf der Bank.
Nach der Entscheidung verwandelte Samardzic den Strafstoß rechts oben – das 4: 1 in der 90. +8. Minute.
Reaktionen, Folgen und Blick nach vorn
Nach dem Spiel übernahm Gregor Kobel Verantwortung für seinen Fehlpass und nannte ihn einen Fehler. Trainer Kovac und Kapitän Can nahmen ihn in Schutz. Für Atalanta bedeutet der 4: 1-Sieg den Einzug ins Achtelfinale der Champions League; der Klub trifft dort auf Bayern oder Arsenal.
Für Dortmund folgt bereits das nächste Topspiel: Am Samstagabend um 18: 30 Uhr (ET) empfängt der Klub Bayern. Bei einer weiteren Pleite wäre auch die letzte Titel-Chance für Dortmund dahin.
Ein Bild, das vieles sagt
Das Bild von Fabio Silva beim 1: 4 in Bergamo wurde als symbolträchtig beschrieben und spiegelte die Ernüchterung nach dem dramatischen Aus wider. Insgesamt bleibt: Dortmund hatte 75 Minuten lang Momente, die das Ausscheiden begünstigten, kämpfte sich durch Wechsel und ein Tor zurück, wurde aber in den Schlusssekunden brutal gestoppt.